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(C) 2007-08-19 Guido Draheim @ web.de

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2007-08-19

Die Interessen sind vielseitiger als folgend.
Mein Geist mag gern Abwechslung. Doch seien nun
einige meiner bekannten Interessengebiete genannt.

Compiler / Interpreter / Engines

Auf meinem ersten Homecomputer in der Mitte der 1980er hatte ich mir schon einen Forth Interpreter geschrieben. Später habe ich mich weiter eingearbeitet, und eigene Compiler geschrieben, teils auch beim GCC (GNU Compiler Collection) oder dem VPO (Very Portable Optimizer) bis die 1990er. In den späten 1990er kamen neue interpetierende Engines auf, dabei zuerst Python, dessen innere Technik an meiner Universität mitentwickelt wurde. Die enstehenden Interpreter, darunter Java, wurden mit JIT-Techniken aufgepeppt, was dann in der .NET Plattform voll realisert ist. Und mit Superwaba und dem Mono Projekt gibt es von letzteren Varianten, die man selbst auch gut erweitern kann.

Ich hab hier die Entwicklung mitverfolgt, aber es ist klar, dass das Anwendungsfeld für Compilerbau heute sehr stark eingeschränkt ist. Im wesentlichen geht es um Generatoren, also Offline-Werkzeuge, die aus knappen Beschreibungen ein komplexeres Szenario entwickeln. Sinnvoll macht es sich beim Information Retrieval und Bots, um große Datenbestände zu bearbeiten. Denn zunehmend werden Firmen von ihren Daten erschlagen - so leistungsfähig die Rechner auch sind, man erreicht doch Grenzen. Mit optimierten Engines kann man da noch so einiges herausholen.

Telekommunkation / Steuersysteme

Mitte der 1990er, als ich die Informatik-Kurse weitgehend abgeschlossen hatte, kam die Frage nach dem Berufseinstieg auf. Ich verlegte mich darauf, mich auf Steuer- und Signalisierungssysteme zu verlegen, und speziell in die Telekomprotokolle einzuarbeiten. Das war gut so, und ich fing bei Siemens Kommunikationsmesstechnik an zu arbeiten. (und konnte nebenbei andere Studiengänge weiterverfolgen).

Nach dem enormen Boom, gerade zur Zeit der milliardenschweren UMTS Versteigerung, folgte ein enormer Markteinbruch. Im wesentlich gibt es heute zu viele Ingenieure mit Kenntnissen in Telekomprotokollen - und spezielle Varianten hatte ich bei Tektronix nicht selbst bearbeitet. Stattdessen hatte ich die unterliegenden Steuersysteme im Blick, und davon gibt es auch heute noch einige - derzeit vor allem in der Automobilindustrie und zukünftig bei Robotertechniken, einschliesslich der Laborautomatisierung. (leider recht wenig in Berlin).

Bioinformatik / Datenbanken

Die Verknappung in der Telekommunikation brachte mich darauf, mich wieder stärker auf die Universität zu konzentrieren. Das erste waren dort XML-Datenbanken, was aber als eigener Beruf kaum taugt. Dabei wurde ich jedoch auf die Bioinformatik aufmerksam, was mir auch zusagte, da ich mich schon immer auch für Pharma interessiert hatte (ich hatte sogar mal ein Chemie-Studium begonnen). Ich habe mich an der Universität dann in sämtliche Kurse und Projekte eingeschrieben, die mit diesem Feld zu tun haben, grundlegend auch alles rund um Datenbanken und Datawarehousing wieder aufgefrischt.

Leider hat das scheinbar nicht gereicht für einen Berufseinstieg im Bereich von Biotechnologie. Einerseits ist der erste Enthusiasmus der Zeit der ersten Genkarten verflogen. Andererseits gibt es zunehmend spezielle Biotech-Studiengänge, die stärker die Labor-Seite betonen. Ich mache weder um Labor noch um Krankenhäuser einen Bogen, wie man auch an meinem Lebenslauf sieht, die praktische Anwendung jenseits von Semesterarbeiten steht jedoch noch aus. Vermutlich muss ich hier den Umweg über den reinen Datenbankexperten gehen.

Schulung / Lehre / Präsentation / Dokumentation

Ich bin immer gern bereit, eine Präsentation auszuarbeiten und zu halten - ob nun in kleinen Gruppen oder mit großem Publikum. Dies hat mehrere Gründe, zum die absichtliche Charakteränderung mit stärkerer sozialer und extrovertierter Betonung, dann die Beteiligung an Forschungsthemen im universitären Bereich, dazu kommen Projektarbeiten in der Firma Tektronix, und schließlich meine Opensource Projekte, die ich auch immer gerne im rechten Licht gesehen haben wollte.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass ich auch die Präsentation im WeltWeitenWeb ordentlich bearbeite. Aber wie der geneigte Leser bis hierher schon bemerkt haben dürfte, sind es keine bunten hüpfenden Webseiten. Die Information sollte dabei im Vordergrund stehen, und vor allem gut erreichbar sein, womöglich es auch erlauben, sie an anderer Stelle weiter zu verwenden und zu bearbeiten. Dazu sind vor allem auch Metadaten notwendig, und die sorgsame Bearbeitung ist vermutlich mit ein Grund, dass Google meine Seiten meist recht hoch rank-bewertet.

Werkzeugbau / Transformation / Zwischenprojekte

Ich bin mit einer hohen Auffassungsgabe geschlagen (mit entsprechendem IQ), und freue mich immer, wenn ich ein unbekanntes Gebiet bearbeiten soll. Das mache ich höchst selbständig, frage mich durch, führe Interviews, suche Bücher heraus, schreibe Analysen (oder mache gar eine Präsentation), und entwickle fertige Werkzeuge, die gebraucht werden - immer mit dem Ziel, dass es auch andere anwenden können.

Diese Form ist im Berufsfeld vor allem bei der Transformation vom Programmen und Datenbeständen anzutreffen - nur allzuoft ist bestehende Dokumentation nicht auffindbar, veraltet oder grundfalsch. Ich entwickle da gern die Herangehensweise, und mir ist wohlbewusst, das es immer nur beschränkte Übergangsphasen betrifft. Falls man Hilfe benötigt, wo langjährige Fachleute rar sind, arbeite ich gerne mit, und bringe mein lange Erfahrung in Fragen der Softwareerstellung gerne ein.

Ingenieur / Kundenprojekte

Es verbleibt das ureigentliche Metier des Ingenieurs, ein Projekt anzufangen, mit komplettem Management, und zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Ein Informatiker kann ja seine Arbeit in beiderlei Art erledigen - rein auf virtuelle Strukturen bezogen, oder eben hinausgehen und dienstbar sein für Erfordernisse in der realen Welt. Der Dienst vor Ort und beim Kunden ist immer das Richtige.


Compilerbau / Generatoren / Adaptoren / Transformierung / Modularisierung / Modernisierung Datenbanken / Kommunikation / Schnittstellen / Programmquellen