Scheme Skill

Scheme habe ich mal als Uni-Kurs gemacht - um mein Wissen über funktionale Sprachen zu erweitern. Es gab eine damals nur eine kurze Einführung im Grundstudim, wo man doch mehr auf Modula und Prolog wert gelegt hat. Dieser Kurs hatte enormen Eindruck auf mich gemacht - sodass ich immer mit einem Auge die Entwicklung verfolgt habe.

Und Scheme hat sich mit der Zeit stark weiterentwickelt - vor allem in Bezug auf die standardmäßig mitgelieferten Bibliotheken. Man nannte die erste Revision von Scheme "Revised Scheme", und später dann "Revised Revised", und so weiter. Irgendwann kürzte man die "Revised"-Serie ab mit einer Potenzschreibung - so heisst "Scheme R6" oder "R6RS" schlicht die sechste Revision des Standards ist.

Letztlich ist Scheme sehr zu empfehlen - es ist im Vergleich mit seinem Urvater LISP sehr klar definiert, und viele Konzepte, die man dort erlernt, kann man an anderer Stelle wieder einsetzen. In der betrieblichen Praxis hat es allerdings kaum eine Anwendung gefunden - ausgenommen vielleicht Excel, dass in seinen Feldausdrücken letztlich eine funktionale Programmierung abfordert. Auch wenn diese nichts mit Scheme zu tun hat, und viele interessante Elemente der Programmausführung heraushält

Projekte

Leider hat sich keine Möglichkeit ergeben, dauerhafte Programme in Scheme zu schreiben. Stattdessen boten sich immer wieder Möglichkeiten, Funktionen in Emacs-Lisp zu schreiben, und in diesen Editor / Entwicklungsumgebung einzubetten. - Ansonsten kann ich nur immer wieder empfehlen, dass bei Überlegungen zu einer kleinen Sprache für Ausdrücke (wie in Excel) auf Scheme als Beispiel zurückgegriffen wird. (Und besser nicht auf Forth, das zwar auch klein und einbettbar ist, aber eben keine Zukunft hat).